Arbeitstechnik

1990 entdeckte ich die Möglichkeit mit der Polaroid SX-70 Kamera ab TV-Bildschirm Stillaufnahmen und Serienfotos zu machen: Das Prinzip konnte einfacher nicht sein. Jeder Film besteht aus einzelnen, aneinandergereihten Bildern. So werden Bewegungsabläufe sichtbar. Die einzelnen Bilder werden nicht selektiv von blossem Auge gesehen, sondern lediglich der «Bewegungsfluss».

Mit meiner Technik konnte ich einzelne Sequenzen einfrieren, Bruchteile von Sekunden nur. Die Standbilder benützte ich für die Aufnahmen. Die Bildserien bekamen eine eigene Dynamik. So gelang es, das scheinbar Unbedeutende, nicht bewusst Wahrnehmbare, in den Status des Bedeutsamen und Grossen zu heben. Zeit-Details, die plötzlich mit Wichtigkeit vor den BetrachterInnen standen. Ich konnte so der «Schnelllebigkeit» einen Streich spielen.